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Der Müritz-Nationalpark
Willkommen in einer der reizvollsten Großlandschaften Mitteleuropas

Nationalparkamt Müritz
Schlossplatz 3
17237 Hohenzieritz

Tel.: 039824 252-0
Fax: 039824 252-50
Der Müritz-Nationalpark
 
Der 318 Quadratkilometer umfassende Müritz-Nationalpark ist Bestandteil der Mecklenburgischen Seenplatte, die in der Eiszeit vor 12.000 Jahren entstanden ist. Der größte Teil des Nationalparks, der vom Ostufer der Müritz und in etwa durch die Städte Waren, Neustrelitz und Mirow begrenzt wird, ist eine von eiszeitlichen Schmelzwässern geprägte Sanderlandschaft.
Der zweite wesentlich kleinere Teil umfasst die im Osten von Neustrelitz gelegenen Endmoränenzüge um Serrahn und reicht bis zum Hirschberg (143,5 m), der höchsten Erhebung des Nationalparks.
Der überwiegende Teil (65 %) des Nationalparks ist von Wald bedeckt. Die über 100 Seen nehmen 12 %, Moore 8 %, Wiesen und Weiden 6 % und Ackerflächen 3 % der Fläche ein.
Das Gebiet des Nationalparks ist sehr dünn besiedelt und weist daher noch viel ursprüngliche Natur auf. Eine große Zahl und viele vom Aussterben bedrohte Pflanzen und Tiere finden hier ideale Lebensbedingungen.
Große Laubwälder, die meist aus Buchen bestehen, und die seit 40 Jahren nicht mehr bewirtschaftet wurden, befinden sich im Serrahner Teil des Nationalparks. Hier findet der interessierte Besucher beeindruckende "Urwälder".
Nach dem Raubbau wurde vor etwa 200 Jahren mit der geregelten Forstwirtschaft begonnen. Auf etwa 75 % der Waldfläche wurden Kiefern angebaut und ab Ende des 19. Jahrhunderts auch nichteinheimische Baumarten wie Douglasie, Fichte, Lärche und Roteiche.
Seinen ganz besonderen Reiz erhält der Müritz-Nationalpark durch die zahlreichen Seen. Die Seenvielfalt und der damit verbundene Artenreichtum der Tier- und Pflanzenwelt machen das Gebiet interessant. So gibt es hier die sauren, nährstoffarmen Braunwasserseen, kalkreiche, nährstoffarme Klarwasserseen und die typisch nährstoffreichen Flachseen.
Das Quellgebiet und der Oberlauf der Havel mit einer ganzen Kette von reizvollen Seen liegen im Nationalpark.
Eine besonders interessanter Lebensraum ist das Moor mit seinen spezialisierten Pflanzen- und Tierarten. Im Nationalpark gibt es unterschiedliche Moorformen, wie Kesselmoore, Quellmoore, Versumpfungsmoore und Durchströmungsmoore.
Bildautor: Günter Struppe

Sehr empfehlenswert ist eine Exkursion zu den extensiv bewirtschafteten Weiden bei Müritzhof. Durch die Beweidung mit Schwedischen Fjällrindern und Gotlandschafen werden in Mitteleuropa vom Aussterben bedrohte Lebensgemeinschaften der Hutungen, unter anderem mit Orchideen, Enzianen, und Fettkraut, gepflegt und erhalten.

Müritz-Nationalpark - Bildautor: Herr Weißkopf (Nationalparkhotel Kranichrast) Im Ortsteil Federow befindet sich ein Informationsgebäude. Es wurde im April 1998 eröffnet und ist so zu einem Ausgangspunkt für Erkundungen in den Müritz-Nationalpark geworden.
Neben dem Naturschutz soll der Nationalpark auch zur Erholung und Freizeitgestaltung seiner Besucher dienen. Ein umfangreiches Wander- und Radwegenetz (wie z. B. in Schwarzenhof) sowie Beobachtungsstände, die einen herrlichen Ausblick in die Landschaft gewähren, ermöglichen eigenständige Erkundungen mit dem Rad, zu Fuß, aber auch mit der Kutsche.
Durch den Nationalpark führen zwei Gewässerstrecken, die sich sehr gut für Wasserwanderungen eignen und eindrucksvolle Naturerlebnisse ermöglichen.
Besonders empfehlenswert sind naturkundliche Führungen mit erfahrenen Exkursionsleitern. Am Redeerang See, einem der größten Kranichrastplätze Deutschlands, können Sie in der Zeit von September bis Anfang November Kraniche beobachten.
Auch Kunstliebhaber können im Nationalpark viel Interessantes und Anregendes entdecken. Jährlich seit 1992 werden aus Anlass der Aktion "Der Kunstring am Müritz-Nationalpark" von in- und ausländischen Künstlern Kunstwerke geschaffen, die vor allem in den Eingangsbereichen zum Nationalpark zu bewundern sind.
(Die Eigentums- bzw. Nutzungsrechte der Bilder und Grafiken liegen beim Nationalparkamt, Herrn Igor Heinzel bzw. bei der MANET GmbH) Bildautoren: Günter Struppe, Frank Hänsel, Igor Heinzel + Herr Weißkopf (Nationalparkhotel Kranichrast)
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