| Die Rostocker Heide - Große Heidetour |
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Route: Müritz - Hirschburg -
Jagdschloß Gelbensande - Köhlerhof Wiethagen - Beckerstein - Hinrichshagen - Krausestein
- Graal
Gesamtlänge: ca.32 km |
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Die Heidetour erschließt die
charakteristischen Landschaftsbilder des mit 12 000 ha größten geschlossenen
Küstenwaldes in Deutschland eine frühere Fürstenresidenz der Großherzöge von
Mecklenburg-Schwerin, mit der letzten funktionstüchtigen Teerschweelerei Mittel-und
Westeuropas im Forstmuseum. |
| Im Ortsteil Müritz führt die Fahrt an den Matrosenhäusern vorbei,
jenen nach den napoleonischen Kriegen von Kriegsheimkehrern erbauten früheren
Kleinbauernstellen. |
| Am Ende dieser Häuserreihe wird der Tannenhof
sichtbar. Diese einst als Friedrich-Franz Hospiz im Jahre 1879/80 gegründete
Kinderheilstätte verkörpert den Beginn des Kinderheilwesens an der Ostsee. Bereits
vorher führt uns der Weg nach Süden in den Wald hinein und ein ständiger Wechsel von
Waldlandschaftsbildern begleitet uns. |
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| Mit Zwischenstation in Hirschburg
erreichen wir nach einigen Kilometern den Burghügel am Wallbach, auch als
Störtebeckerberg bezeichnet. |
| Im 13.Jahrhundert bewachte hier eine dänische
Burgbesatzung den vorbeiführenden, heute fast vergessenen hanseatischen Küstenhandelsweg
nach Danzig und Nowgorod. Das Gelbensander
Jagdschloß, die frühere Sommerresidenz der Mecklenburger
Großherzöge, lädt an vier Tagen in der Woche zur Einkehr ein (Di 14.00 - 17.00, Do
9.00-13.00, Sa u. So.14.00 - 17.00 oder auf Voranmeldung, Tel.038201475). Anschließend
durchqueren wir den alten Ortskern von Gelbensande mit der im Gutshaustypus erbauten
früheren großherzoglichen Forstinspektion. |
| Vorbei geht es an der am Ortsrand gelegenen
Waldkirche. Alsbald überqueren wir die Grenze zwischen dem früher fürstlichen Wald und
dem bis heute städtischen Wald von Rostock. Vorbei an den überwachsenen Ruinen eines in
der NS-Zeit hier gelegenen KZ´s erreichen wir bald das Museum
Forst-und Köhlerhof Wiethagen, mit den als technisches Denkmal erfaßten
noch funktionstüchtigen Teeröfen. |
| Nach Durchqueren des Dorfes Wiethagen stoßen wir
auf den Gedenkstein für Hermann Friedrich Becker, der als Forstinspektor zwischen 1791
und 1848 dieser Waldlandschaft ihr heutiges Gepräge gegeben hat. Am Waldrand entlang
erreichen wir Hinrichshagen mit der schön restaurierten Gaststätte
Schinkenkrug, einem früheren Forsthaus. Nach Norden gewandt befahren wir nun den
straßenbegleitenden Radweg in Richtung Graal-Müritz. Beim Waldhaus
Müggenburg lohnt sich ein Abstecher zum Krausestein. Am Standort eines im Mittelalter
untergegangenen Dorfes errichtet, erinnert der Stein an den verdienstvollen Rostocker
Stadtarchivar und Heimatforscher Ludwig Krause. Den Weg nach Graal-Müritz fortsetzend
überqueren wir am Ortsrand den Stromgraben, jenes bereits im Jahre 1252 erwähnte
Grenzgewässer zwischen hansestädtischem und fürstlichem Besitz. |
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