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Sehenswertes:
Mecklenburgisches
Staatstheater -
Geschichtliches
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in der Landeshauptstadt Schwerin |
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zum Spielplan
Kartenbestellung
& Information
Geschichtliches |
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Das
Mecklenburgische Staatstheater befindet sich am Alten Garten,
dem größten und schönsten Platz der Landeshauptstadt
Schwerin, direkt gegenüber dem Schloss.
Errichtet wurde das repräsentative Bauwerk in den Jahren von
1883 bis 1886 durch den Baumeister Georg Daniel im Stil der
Neorenaissance und des Neobarocks an dem gleichen Ort, wo bereits
bis zum Jahre 1882 das Vorgängerbauwerk stand.
Das Theater zählt zu den schönsten und bestbesuchten deutschen
Theatern. |
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Bemerkenswertes
aus der Schweriner Theater- und Musikgeschichte |
Die
Geschichte Schwerins als Theater- und Musikstadt beginnt,
von mittelalterlichen Vorläufern abgesehen, mit der Gründungsurkunde
der Mecklenburg-Schwerinschen Hofkapelle aus dem Jahre 1563,
genauer gesagt mit der Berufung von David Köler als Hofkapellmeister
durch Herzog Johann Albrecht I.
Die spätere Mecklenburgische Hofkapelle ist damit das zweitälteste
deutsche Orchester.
100 Jahre später ist die Mitwirkung von Hofmusikanten bei
"Comödien" belegt, nach weiteren 100 Jahren tritt Schwerin
mit überregionaler Bedeutung in die Theater- und Musikgeschichte
ein: Conrad Ekhof, Freund und Mitstreiter Lessings, gründet
1753 die erste deutsche Schauspielerakademie und macht Schwerin
neben Hamburg zu einer Geburtsstätte des deutschen Nationaltheaters.
In Schwerin spielt regelmäßig die damals berühmteste Schauspieltruppe,
die Schönemannsche Gesellschaft, der Ekhof, der "Vater der
deutschen Schauspielkunst", angehörte. Die Hofkapelle wird
1782 zu den 20 besten in Deutschland gezählt, hat allerdings
von 1767 an für 70 Jahre ihren Sitz in Ludwigslust.
1836 beginnt im von Georg Adolph Demmler neu erbauten "Schauspielhaus"
die eigentliche Schweriner Theatergeschichte.
Ab Mitte des 19. Jahrhunderts wird Schwerin
zu einem Zentrum der deutschen Theater- und Musikkultur. Bereits
1852 erscheint der "Tannenhäuser" als erste Wagner-Oper auf
dem Schweriner Spielplan, gefolgt von "Holländer" und "Lohengrin".
1855 wird der im Mecklenburgischen geborene Komponist Friedrich
von Flotow für sieben Jahre Hoftheaterintendant. Auf sein
Betreiben kommt Georg Alois Schmitt nach Schwerin, der in
seiner langen Amtszeit als Hofkapellmeister entscheidenden
Einfluß auf die Entwicklung Schwerins als Musikstadt nimmt
und u.a. die bis heute beibehaltenen Abonnementskonzerte einführt.
1873 besucht Richard Wagner in Schwerin eine Aufführung des
"Fliegenden Holländers". 1878 wird "Die Walküre" - kurze Zeit
nach Bayreuth - aufgeführt, Besucher kommen, teils mit Sonderzügen,
aus Wismar, Rostock, Güstrow, Lübeck, Hamburg und Berlin.
Berühmte Gastsolisten und Gastdirigenten
sind in dieser Periode Clara Schumann, Joseph Joachim, 1868
Anton Rubinstein, Camille Saint-Saens und Johannes Brahms.
Auch das Schauspiel machte von sich reden. Bei Klassiker-Aufführungen
wirken berühmte Schauspielerinnen und Schauspieler als Gäste
mit.
1886 öffnete das neue Herzogliche Hoftheater. In den folgenden
zwei Jahrzehnten finden ca. 1300 Opernaufführungen statt.
1897 - 1901 führt Hermann Zumpe, anschließend Chef der Münchner
Oper, die Schweriner Hofkapelle auf einen der ersten Plätze
unter den deutschen Orchestern.
1918 wird das Hoftheater zum Landestheater,
1926 Mecklenburgisches Staatstheater. Gleichzeitig wird die
Niederdeutsche Bühne (ab 1946 "Fritz-Reuter-Bühne") dem Staatstheater
angeschlossen und als Berufsbühne anerkannt.
Nach 1945, in den ersten Jahren nach dem 2. Weltkrieg, profitiert
Schwerin davon, daß sein Theater keine Zerstörungen erlitten
hat und sofort spielfähig ist. Namhafte Schauspieler finden
hier vorübergehend ihre Heimstatt.
Im dialektischen Spannungsfeld zwischen systemkritischer und
systemerhaltender Funktion des Theaters entsteht zur Zeit
der DDR ein besonders produktives Verhältnis zwischen Bühne
und Publikum. Mit dem fast 6-stündigen "Faust I und II" in
der Inszenierung von Christoph Schroth erreicht das Schauspielensemble
106 ausverkaufte Vorstellungen. Das Schweriner Theater wird
wieder einmal zum Wallfahrtsort für Theaterenthusiasten aus
ganz Deutschland. Mit den zwei Jahre nach "Faust" entstehenden
"Antike-Entdeckungen" und anderen Inszenierungen darf Schwerin
- unter DDR-Verhältnissen eine große Ausnahme - in Nancy,
Wien, Athen, Delphi und in mehreren westdeutschen Städten
gastieren.
Die musikalischen Geschicke des Hauses leiten nach 1945 u.a.
die Generalmusikdirektoren Rudolf Neuhaus, Kurt Masur, Heinz
Fricke, Klaus Tennstedt und Hartmut Haenchen, die sich in
der Musikwelt später einen Namen machen.
Insgesamt erweist sich das Mecklenburgische Staatstheater
mit der Attraktivität des Hauses und hohen künstlerischen
Leistungen als kulturelles Zentrum des Landes Mecklenburg-Vorpommern
und als wichtiger touristischer Anziehungspunkt.
Redaktion: Horst Schwarz-Linek |
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