Das Katharinenkloster der Hansestadt Stralsund
In der Mönchstraße im
ehemaligen
Dominikanerkloster St. Katharinen sind die beiden
großen Museen der Stadt untergebracht: das
Meeresmuseum und das
Kulturhistorische
Museum.
Das Kloster des seit etwa 1250 in der Stadt ansässigen Ordens wurde
nach der Reformation aufgelassen. Die Klausurgebäude wurden zunächst als
Gymnasium und teilweise als Waisenhaus der Stadt genutzt. 1924 konnte,
nach weitgehender Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes, das
Kulturhistorische Museum in die Klausurgebäude einziehen.
Seit 1974 hat
das
Meeresmuseum
in der ehemaligen Klosterkirche seinen Sitz.
Kulturhistorisches Museum
In den herrlichen historischen Räumlichkeiten des Klausurkomplexes, die
an sich schon eine Besichtigung wert sind, befinden sich die interessanten
Sammlungen des Kulturhistorischen Museums. Das Zusammenspiel von
Architektur und Exponaten lässt sich im Erdgeschoss anhand der beiden
Kreuzgänge und dem schönen Rempter beobachten. Gezeigt wird die
regionale Ur- und Frühgeschichte und die Stadtgeschichte von Stralsund
vom 13. Jh. bis in die Gegenwart.
Der 'Hiddenseer Goldschmuck', vermutlich
in Dänemark für eine adelige Dame angefertigt, aus dem 10. Jh. zählt zu
den bedeutendsten Funden aus der
Frühgeschichte. Aus der Epoche des
Mittelalters sind sakrale Kunstwerke aus den Kirchen Stralsunds (Altäre,
Gestühlswagen u.a.) vertreten, kostbare Truhen und Schränke aus dem
16.-18. Jh. befinden sich ebenfalls im Museum. Im ersten Obergeschoss wird
die
jüngere Stadtgeschichte (u.a. bürgerliche Wohnkultur) dokumentiert
und ein Stockwerk darüber befindet sich eine
Sonderausstellung mit
historischem Spielzeug.
Die
volkskundliche Abteilung des Kulturhistorischem Museum ist im
sogenannten Speicher in der Böttcherstraße 23 untergebracht (geöffnet
wie Katharinenkloster). Die Ausstellung gewährt einen Blick über
Brauchtum und traditionelle Lebensweise der Bevölkerung auf dem Darß und
auf Rügen.
Das Marinemuseum auf der kleinen Insel Dänholm zwischen Rügen und
Stralsund ist die jüngste Außenstelle des Kulturhistorischen Museums. Es
ist 15 min zu Fuß vom Rügendammbahnhof entfernt.
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