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Nach der
Unterwerfung der Slawen um 1139 kam Zarrentin in den Herrschaftsbereich des Grafen
Heinrich von Badewede. Im Zuge der Christianisierung siedelten sich deutsche Bauern an, es
entstanden Kirchen und Klöster. Vom ca. 1250 gegründeten Zisterzienserinnenkloster ist
heute noch der Ostflügel erhalten. Unter dem Einfluss nahe gelegener Handelswege sowie
der Salzschifffahrt auf der Schaale und dem Schaalsee erhielt Zarrentin im 17. Jahrhundert
die Funktion eines Marktfleckens. Noch heute ist die städtebauliche Struktur des
Straßendorfes mit dieser Funktion in der Amtsstraße ablesbar. 1834 wurde Zarrentin mit
dem Amt Wittenburg vereinigt und erhielt 1938, nachdem die Einwohnerzahl von 2000 erreicht
war, das Stadtrecht. Ursprünglich wurde der Ort, wie schon erwähnt, als Straßendorf
angelegt mit dem durchgehenden Straßenzug (Thomas-Münzer-Straße - Breite Straße -
Töpferstraße). 1905 erhielt der Marktplatz seine heutige Gestalt, daneben wird das
Stadtbild von einfachen Fachwerkgebäuden aus dem 18. und 19. Jahrhundert bestimmt. In den
20er und 30er Jahren arbeitete Zarrentin an seiner Anerkennung als Luftkurort. Die
Eröffnung von Pensionen und Gastronomiebetrieben, die Anlage der Seepromenade und des
Strandbades sind Ausdruck dieser Bestrebungen, die Stadt zu einem Ausflugs- und Urlaubsort
zu entwickeln. |