


Geschichte von Gotthun:
16. Juni 1359 wird der Ort Gotthun erstmals urkundlich erwähnt Fürst von Werle verzichtet auf alle fürstlichen Rechte dem Karland zu 6 Hufen (1 Hufe sind 20 ha zu Gotthun welche der Priester Iwan Kriwitz dem Karland geschenkt hat. Erstmalige Erwähnung von Gotthuner Einwohnern die über 3 Hufen bewirtschaften. Die Urkunde ist im mecklenburgischen Urkundenbuch Bd. XIV Nr. 8628 abgedruckt.1351 - 1810 Die Wassermühle im Ort "Schamper Mühle" war in Besitz des Klosters Dobbertin, 1000 Taler in Gold des Baron von Bülow an das Kloster zwecks Stilllegung der Wassermühle zwecks Neugewinnung von Land.
1593 - 1619 Verhandlung zwischen Pfarre St. Marien in Röbel und den Herren Hans und Achim von Frieberg auf Karchow und Dambeck, Tausch von 6 Hufen Land in Lepsow und Keyer und den "Lütken Kivischen Sehe" (mit Aufgeld von 800 Gulden) gegen 6 Hufen auf Gotthuner Feldmark und den Mewen - See. Geleistete Arbeit auf 6 Hufen Land von 2 Gotthuner Pfarrbauern wurde jetzt von 6 Alt-Röbler Ackerbürgern übernommen.
1640 Gefecht zwischen Schweden und Brandenburgern auf den Altstädter Feldern. 200 Menschen fanden den Tod.
1649 Erwähnung von Johann Freyberg zu Gotthun, erstmals 14 Bauern im Ort, später nur noch ein Bauer übrig
1810 Errichtung einer Holländer Mühle - Nutzung bis 1965 - heute steht sie unter Denkmalschutz. Ein Grossteingrab/ Urdolmen rund 5000 Jahre alt ist erreichbar über einen Trampelpfad und gibt Aufschluß über frühzeitige Besiedlung in Mecklenburg
1826 Erbauung des Gutshauses
1843 - 1931 Gut gehört dem Grafen von Blücher mit Ziegelei und Kalkbrennerei, Gutsgröße 2955,5 Morgen Acker und Wiese, 750 ha Wald
1930 In der Gemarkung Röbel/ Gotthun befand sich der Schauksee - fischereirechtlich genutzt bis 1932, 1968 Trockenlegung
1931 Gutskauf von Franz Braun - Eigentümer bis 1945
1934 - 1935 Dorfstraße gepflastert vom Arbeitsdienst
1945 September/ Oktober - das Gut Gotthun wird durch die Bodenreform aufgeteilt 640 ha landwirtschaftliche Nutzfläche und 70 ha Wald wurden an 64 Neubauernstellen und 4 Handwerkerstellen verteilt, jeder bekam 6 bis 10 ha Land
1963 Stromversorgung und Wasseranschluss
1968/69 Straßenbeleuchtung
1993 Gründung Müritz Camp GmbH

