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[Das Land - Fakten:
Wichtige Museen und Gedenkstätten]
Mecklenburg-Vorpommern

Mecklenburg-Vorpommern kann auf ein reichhaltiges und interessantes Angebot an Museen verweisen, wobei die Geschichte des Landes und die sie prägenden Persönlichkeiten im Mittelpunkt stehen. Neben zahlreichen kleineren Heimat-, Agrar- und Mühlen- Museen verfügt Mecklenburg-Vorpommern auch über Ausstellungspräsentationen von überregionaler bzw. internationaler Bedeutung. Kennzeichnend ist die thematische Vielfalt.

Museen:

Gedenkstätten:


In einem aufwendig sanierten Kloster in Ribnitz-Damgarten hat sich das außergewöhnliche Deutsche Bernsteinmuseum eingerichtet. Es vermittelt dem Besucher Einblicke in die Kultur-, Kunst- und Naturgeschichte des fossilen Harzes, das in honiggelben bis rotbraunen Farbtönen leuchtet.
Nicht nur das etwa 5 Meter hohe Korallenriff aus dem Roten Meer lockt jährlich mehrere hunderttausend Besucher in das Deutsche Meeresmuseum in Stralsund, welches sogar weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist. Es ist die einzigartige Komposition aus modernen Aquarien, umfangreichen Ausstellungen und anschaulichen Darstellungen, die es zu einem faszinierenden Kulturereignis macht und jedem Interessierten überaus einprägsame Einblicke in das Leben und die Erforschung des Meeres eröffnet. So wird die Unterwasserwelt sowohl für Jung als auch für Alt zu einem unvergesslichen Abenteuer
In der Ernst-Barlach-Gedenkstätte am Inselsee in Güstrow wird an die Kreativität des großartigen Kunstlers erinnert. Interessierte haben die Möglichkeit, sowohl Plastiken, als auch Zeichnungen und Handschriften des Kunstlers, der auch als Dichter und Grafiker bekannt war,  an zwei außergewöhnlichen Orten zu begutachten. Das Haus am Heidberg 15, welches von 1931 bis zum Tod des Bildhauers 1938 sein Atelier beherbergte, lässt den Besucher durch seine besondere Geschichte direkt an der Schaffung solch berühmter Werke wie z.B. "Lesende Mönche" (Eiche, 1932) teilhaben. Den zweiten Ausstellungsort bietet ein Backsteinbau aus dem 15. Jahrhundert, die Getrudenkapelle des Doms.
Tokio, New York, Binz, Athen, Zürich; alles Weltstädte, die sich der Kunst verschrieben haben.
Obwohl,..., Stop! Da hat sich doch ein Hochstapler eingeschlichen. 
Das Ostseebad Binz soll eine kunstsinnige Großstadt sein? Dieser Behauptung kann das Ferienparadies zwar nicht ganz gerecht werden, aber es kommt dem ziemlich nahe, zumindest, was den Bezug zur Kunst betrifft. In der Galerie Jahreszeiten hat sich hier das fünfte International Imaginary Museum einge-richtet, das sogenannte Fälschermuseum. über siebzig Doublekate großer Meisterwerke von solch berühmten Malern wie van Gogh, Renoir oder Monet verwirren die Betrachter mit ihrer täuschenden Echtheit.
Vom Leben slawischer Obotriten, die im 9. und 10. Jh. in der Nähe von Groß Raden siedelten, können sich interessierte Besucher im Freilichtmuseum Groß Raden ein anschauliches Bild machen. Auf der Grundlage von gefundenen Fundamenten wurden zwei Tempelstätten, mehrere Wohnhäuser, eine Schmiede, ein Backofen, Ställe und Befestigungsanlagen rekonstruiert und wieder aufgebaut.
Im Geburtshaus Reuters in Stavenhagen befindet sich das Fritz-Reuter-Literaturmuseum. Das Museum ist laut FAZ „eines der schönsten Literaturmuseen in Deutschland“. Es zeigt die ständigen Ausstellungen „Fritz Reuter -Leben, Werk und Wirkung“, „Ernst Lübbert – Leben und Werk“ und „Franzosenzeit in Mecklenburg 1806 – 1813“.
Die Hans-Fallada-Gedenkstätte in Carwitz verfügt über interessante Dokumente zum Leben und Werk des weltbekannten Schriftstellers Hans Fallada (1893-1947). Im Haus am Carwitzer See bei Feldberg wohnte Hans Fallada von 1933 bis 1944.
Heinrich Schliemann, der weltbekannte Entdecker Trojas und der Königsgräber von Mykene, verbrachte einen Teil seiner Kindheit in Ankershagen (Landkreis Müritz). Das Heinrich-Schliemann-Museum informiert über Lebensweg und Ausgrabungen des großen Archäologen. Wessen Wissensdurst dann noch nicht gestillt sein sollte, dem sei empfohlen, auch die Heinrich-Schliemann-Gedenkstätte in Neubukow - seinem Geburtsort - aufzusuchen.
Das Historisch-Technisches Informationszentrum in Peenemünde informiert über die Wiege der ersten Großraumrakete, den ersten Start einer Rakete in den Weltraum und die militärische Nutzung der Forschung.
In der damaligen größten Forschungs- und Entwicklungseinrichtung der Welt arbeiteten zeitweise bis zu 18.000 Menschen. Das Museum informiert über die Entwicklung der sogenannten "Vergeltungswaffe V2", die als Vorgänger der heutigen Raumfahrt-Trägerraketen gilt. Gleichzeitig erinnern Dokumente an die Menschen, die in Peenemünde als Fremdarbeiter und KZ-Häftlinge arbeiten mussten bzw. die bei der Entwicklung, Fertigung und beim Einsatz dieser Waffensysteme ihr Leben ließen.
In unmittelbarer Nähe der großen Autobahn Hamburg-Schwerin-Berlin, direkt an der B106, erinnern heute lediglich ein unscheinbarer Feldstein mit der Aufschrift "KZ 1945" und Fundamentreste an den ursprünglichen Standort des Konzentrationslagers bei Wöbbelin. Dem Schicksal der Menschen, die hier am Ende des 2. Weltkrieges umkamen, wird in den Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin gedacht. Zu ihnen gehört auch das Theodor-Körner-Museum, in dem sowohl über die zahllosen Opfer des Nationalsozialismus, als auch über den bekannten deutschen Freiheitskämpfer Theodor Körner, der 1813 in einem Gefecht bei Gadebusch fiel und in Wöbbelin beigesetzt wurde, Ausstellungen eingerichtet sind.
Das Pommersche Landesmuseum wird zukünftig drei Dauerausstellungen präsentieren. Die Ausstellung zur Naturgeschichte Pommerns, die  Ausstellung zur Landesgeschichte und die Gemäldegalerie.

Eine Begegnung der ganz besonderen Art mit dem Naturelement Wasser eröffnet Ihnen das Museum für Unterwasserchäologie in Sassnitz auf der Insel Rügen. Sie haben hier nicht nur die Möglichkeit, alte Schiffswracks und andere bedeutende Zeugen der Kulturgeschichte, die das Wasser birgt, zu bewundern, sondern Sie werden auch mit den Methoden vertraut gemacht, welche die Archäologen zur Erforschung der Vergangenheit anwenden.
Steckte die Automobilindustrie Anfang des 20. Jahrhunderts noch in den Kinderschuhen, so nimmt sie jetzt mit riesigen Schritten Einmarsch in ein neues Jahrtausend. Wahrscheinlich wird gerade durch diese enormen technischen Erfolge das Interesse an den "Ahnen" unserer heutigen Schmuckstücke geweckt. Das Oldtimer-Museum in Groß Raden vermittelt jedem Autoliebhaber - mit seinen rund 60 Ausstellungsstücken - ganz besondere Einblicke in die Geschichte der Technik.
Nachdem er sich intensiv mit der Erforschung des Vogelfluges beschäftigt hatte, führte der deutsche Flugpionier Otto Lilienthal 1891 den ersten Gleitflug - mit einem selbst gebauten Flugapparat - durch. Das gesamte Flugwesen wurde durch seine Forschungen und seinen Einsatz maßgeblich gefördert. Ihm zu Ehren wurde in seiner Geburtsstadt Anklam das mittlerweile international anerkannte Otto-Lilienthal-Museum errichtet, welches zum Beispiel auch die größte Sammlung Lilienthalscher Flugzeuge in Rekonstruktion beherbergt.
Auf der wunderschönen Insel Rügen verzaubert das Puppen- und Spielzeugmuseum mit Ausstellungsstücken aus zwei Jahrhunderten sowohl Jung als auch Alt. 
Besucher haben nicht nur die Möglichkeit, Puppen, Teddies und Spielzeuge zu bestaunen, sondern sie können auch einige Kleinantiquitäten und Trödel in der "Museumskiste" erwerben und sich sogar kreativ an Kursen beteiligen, die unter dem Motto "Puppen selbst fertigen" stehen. 
Wer möchte da nicht noch einmal wieder Kind sein? Das Salz ist auf keinen Fall so unscheinbar, wie mancher vielleicht vermutet. 
In dem kleinen Städtchen Bad Sülze - der Name verrät es bereits - befindet sich sogar ein Salzmuseum, welches auf jeden Fall einen Besuch wert ist, denn wer weiß schon genau, wie das Salz früher gewonnen wurde?

Die Schleifmühle am Faulen See in Schwerin ist ein technisches Museum, das europaweit einmalig ist.
Mit der historischen Schauanlage wird die mechanische Steinbearbeitung des 18./ 19. Jahrhunderts demonstriert.
Im Rahmen einer kleineren Ausstellung, die sich im Obergeschoss des Fachwerkhauses befindet, lassen sich u.a. wertvolle, geschliffene Minerale und Halbedelsteine bewundern.
Das Staatliche Museum in Schwerin beherbergt eine Gemäldesammlung von internationalem Rang. Das größte Kunstmuseum Mecklenburg-Vorpommerns besitzt neben einer umfangreichen Sammlung von Werken holländischer und flämischer Maler des 17. Jahrhunderts die weltgrößte Sammlung von Bildern des französischen Hofmalers Jean Baptist Oudry.
1961 wurde in Schwerin das "Polytechnische Museum" gegründet. Sammlung und Ausstellung fanden in einem Teil des Schweriner Schlosses Unterkunft; bis 1996, als das Land das Museum aus seiner Trägerschaft entließ und der Platz geräumt werden musste. Es drohte bereits der Ausverkauf des wertvollen unersetzbaren Kulturguts, als sich in letzter Minute dann doch noch alles zum Guten wendete. Ein Trägerverein wurde gegründet und die nötigen Mittel aus dem Kultusministerium des Bundeslandes wurden bereitgestellt, womit die Zukunft des Instituts, dass seither unter dem Namen "Verein Technisches Landesmuseum Mecklenburg-Vorpommern e.V." existiert, gesichert war. Die Schweriner Marstallhalle beherbergt seitdem die Ausstellung, die den Besucher die Geschichte von Technik und Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern anhand vieler Modelle, einige von ihnen  sogar zum selbst betätigen, erleben lässt.
Zu den Mitbegrundern der landwirtschaftlichen Standorttheorie zählt Johann Heinrich von Thünen (1783-1850). Im Thünen-Museum, auf seinem Gut in Tellow in der Nähe von Teterow, erhalten Besucher aus der ganzen Welt einen Überblick über das Schaffen des ehemaligen Musterlandwirtes und Agrarwissenschaftlers.
Dies sind nur einige Beispiele der kulturellen Vielfalt, die Mecklenburg-Vorpommern Ihnen bietet. Entdecken Sie auch die anderen, teilweise kunsthistorischen, manchmal landesgeschichtlichen, vielleicht auch technischen, eventuell biographischen oder aber naturlichen Schätze, welche von den über 150 weiteren Museen, angefangen bei den gemutlichen, dörflichen einrichtungen über die naturbezogenen Freilichtanlagen bis hin zu den riesigen hochmodernen Gebäudekomplexen, geborgen werden.