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[Sehenswertes: Geschichte der Leuchttürme]
Mecklenburg-Vorpommern

Der historisch erste belegte Leuchtturm wurde um 280 v.u.Z. vor dem ägyptischen Hafen Alexandria auf der Insel Pharos mit einer Höhe von 50m errichtet.
Harzhaltiges Holz, Talgkerzen sowie Dochtlampen mit Pflanzenöl dienten zur Befeuerung der Leuchttürme im Altertum.
Die Sichtweite des Leuchtfeuers betrug bis zu 4 Seemeilen (ca. 7,5 km).
Kohlen wurden seit dem 9.Jahrhundert in England als Brennmaterial für Blüsen verwendet.
Wippfeuer, Holzgerüste bzw. Türme mit Feuerkörben kamen ab dem 16.Jahrhundert zum Einsatz.
Das erste Richtfeuer wurde 1675 in England auf Spurn Point gebaut. Hohlspiegel sind erstmalig 1763 in England eingeführt worden.

Im Jahre 1782 erfand der französische Physiker Argand die Petroleumlampe mit einem Hohldocht im Glaszylinder. Das Licht war damit gleichmäßig und rußfrei. Das anfänglich verwendete Rüböl wurde später (ab 1870) vom Mineralöl abgelöst. Die Argand-Leuchten mit Parabolspiegeln von Lavoisier, deren Innenflächen versilbert bzw. vergoldet waren, erzielten eine Leuchtweite von ca. 8 Seemeilen.

Mit der Entdeckung des Leuchtgases kam ein weitere Brennstoff zum Einsatz. Die Erfindung des Österreichers Carl Auer von Welsbach, der einen chemisch behandelten Seiden-Glühstrumpf durch ein Gas/Luft-Gemisch zum Leuchten brachte, war ein bahnbrechender Durchbruch beim Betrieb der Leuchttürme.

Weitere Entwicklungsetappen sind durch die Verwendng der Lichtbogenlampen und die Edison-Lampe gekennzeichnet. Den benötigten Strom erzeugten Dynamos, die durch Dampfmaschinen angetrieben wurden.

Im Ostseeraum und in Mecklenburg-Vorpommern sind die ersten Leuchtfeuer im 13. und 14.Jh. nachgewiesen.
Mit der Entwicklung des Handels und der Hansestädte entstanden Leuchtfeuer zur Warnung der Schiffe vor den Untiefen, insbesondere bei den Hafeneinfahrten.
So sind die Errichtung dieser Seezeichen im Jahre 1266 auf der Insel Lieps vor Wismar, 1349 in Warnemünde vor Rostock und 1306 auf der Insel Hiddensee vor Stralsund historisch belegt.